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Schweizer Minarette Drucken

Die Diskussion über die Volksabstimmung über die Errichtung von Minaretten in der Schweiz ist abgeebbt. Ohne sich in innere Angelegenheiten der Schweiz einmischen zu wollen, kann festgestellt werden, dass viele dort das Abstimmungsergebnis aber weiterhin als äußerst peinlich für ihr Land empfinden. Andererseits müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass ein nicht unerheblicher Anteil in einer demokratischen Abstimmung der Ansicht war, dass weitere Minarette nicht in die Schweiz gehören.

Die Höhe und die Art von Bauwerken sind Angelegenheit von örtlichen Bausatzungen oder Bauleitplanungen und müssen dort geregelt werden. Auf keinen Fall sollten sie Gegenstand einer weltanschaulichen oder religiösen Beurteilung sein.

Wir können solche Ereignisse nur vermeiden, wenn sich alle Beteiligten um gegenseitiges Verstehen bemühen. Da ist es wenig hilfreich, wenn der türkische Ministerpräsidenten Erdogan sagte (1998), Moscheen seien Kasernen, Minarette seien Bajonette und die Kuppeln seien die Helme. Es hilft aber auch nicht, eben solches bei jedem muslimischen Gotteshaus zu vermuten.

Es wird nicht einfach sein, die alten Konflikte zwischen Christen, Muslimen und Juden zu beenden; aber dem Kalten Krieg ein Ende zu setzen, war auch schwierig. Die Berliner Mauer fiel und der Kalte Krieg ging unter anderem deshalb zu Ende, weil „gewöhnliche“ Menschen in Ost und West Risiken auf sich nahmen, sich einander in Freundschaft näherten und nicht bereit waren, sich durch eine Politik der Angst gegeneinander aufwiegeln zu lassen.

Eine Versöhnung zwischen Christen, Muslimen und Juden wird noch größere Anstrengungen von Gläubigen verlangen, die dazu bereit sind, über die Grenzen ihrer gewohnten Horizonte hinauszugehen und Brücken des Verständnisses und der Freundschaft zu bauen. Eine solche Versöhnung wird die Arbeit von Gelehrten und religiösen Führern erfordern, die willens sind, dem anderen zuzuhören und Gemeinsamkeiten zu finden. Und ebenso ist die Arbeit von aufgeklärten Politikern nötig, die bereit sind, Risiken einzugehen, um einen gerechten und allen Menschen dienlichen Frieden im Nahen Osten zu schaffen.

Diese beiden Absätze stammen aus der Schrift Der Islam aus Sicht eines Quäkers von Anthony Manousos. Wer sich also etwas intensiver mit diesem Thema aus Quäker-Sicht auseinander setzen möchte, sei dies empfohlen. Zu bestellen für 3 Euro plus Porto im Quäkerhaus Bad Pyrmont, Bombergallee 9, 31812 Bad Pyrmont, Telefon 0 52 81 / 44 13, Fax 0 52 81 / 16 05 10.

 

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